Twitter Kurs Teil 2: Wie man mehr Follower bekommt!!!

29. März 2010

(Achtung! Diese Text ist nicht ernst gemeint und wer wirklich wissen will, wie man mehr Follower bekommt, der ist bei Twitter einfach an der falschen Adresse. Es geht um Spaß und nicht um Wettbewerb!! So viel Spaß beim Lesen!)

Im letzten Kurs haben Sie gelernt, wie man den richtigen Leuten folgt oder followed. Nun wenden wir uns einer noch wichtigeren Tätigkeit zu. Wir benötigen ein Publikum für unsere geistigen, meistens eher  geistlosen, Ergüsse, gepresst in ein Korsett aus 140 Zeichen. Und unser Publikum nennt man bei Twitter Follower.

Follower sind der Gradmesser des Erfolges bei Twitter. Alles unter 500 ist absolut lächerlich und Sie sollten sich wirklich in Grund in Boden schämen, wenn Sie noch nicht so weit sind. Versuchen Sie erst gar nicht auf irgendwelche Twittertreffen zu gehen, denn dort werden Sie gnadenlos abgewiesen und natürlich aufs gröbste ausgelacht. Das wäre in etwa so, als wenn Sie mit einem zu kleinen Penis auf einer Swingerparty aufkreuzen.

Am Anfang ist es wichtig, sich so viel wie möglich Follower anzueignen. Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Das ist nicht nur im Leben so, sondern auch bei Twitter. Und sind wir doch mal ehrlich – Hand aufs Herz – Twitter ist unser Leben!! Und wenn es das noch nicht ist, dann sollten Sie das schleunigst ändern. Denn wenn Sie sich da nicht völlig reinhängen und verausgaben, wird das einfach nix mit ihrer Twitterkarriere.

Sie benötigen Follower! Und das möglichst schnell und natürlich auch möglichst viele. Wie Sie das machen, erkläre ich ihnen nun. Ich verrate ihnen mein Erfolgsgeheimnis.

Wenn Sie sich meinen Twitteraccount anschauen, werden Sie relativ schnell merken, dass das alles nur Schrott ist, was ich da schreibe. Es ist auch überhaupt nicht wichtig, was Sie schreiben. Sie müssen nicht gut sein! Wichtig ist nur die Followerzahl. Das ist das A und O der Twitterei.

Schleimen Sie sich ein! Und zwar bei den richtigen Leuten. Am Anfang habe ich den Fehler gemacht und meine gesamte Verwandtschaft angerufen und sie gefragt, ob sie mir nicht gerne auf Twitter folgen würden.  Was soll ich sagen? Oma Ilsenhüdel hat sich bis heute noch keinen DSL Anschluss besorgt und sich bei Twitter angemeldet. Sie ist – nachdem ich ihr gesagt habe, sie soll ins Internet gehen und sich dort anmelden –  in ein Internat gegangen und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Ein tragischer Fall, der verdeutlicht, dass es so nicht funktionieren kann!!

Die richtigen Leute sind nämlich schon bei Twitter und haben deutlich über 10000 Follower. Den Sascha Lobo zum Beispiel. Das ist Einschleimen leicht gemacht. Einfach auf seiner Homepage nachschauen, wo er sich gerade herumtreibt. Dann aus dem Gebüsch springen und ihn mit: „Hey Sie sind doch der Lobo!“, ansprechen. Schon haben Sie sein Interesse. Dass man ihn mit Sie anspricht, kann der Lobo nämlich überhaupt nicht leiden und diesen Fakt müssen Sie schamlos ausnutzen. Er wird Sie zurechtweisen und Sie tun so, als ob ihnen das so überhaupt nicht am Arsch vorbeigeht. Dann entschuldigen Sie sich für diesen Fauxpas und erwähnen so ganz nebenbei, dass Sie bei Twitter sind und gaaanz wenige Follower haben. Knien Sie vor ihm nieder und heulen Sie was das Zeug hält! Egal wie erniedrigend das ist. Schließlich geht es um ihre Karriere!!

Wenn Sie Glück haben, empfiehlt er Sie vielleicht und dann haben Sie auf einem Schlag 3000 Follower. Job done!!


Twitter Kurs Teil 1: Wie man seinen Twitteraccount zur Unterhaltungsmaschine aufbessert

17. März 2010

Twitter, was ist das? Ich habe diesen Satz schon sehr oft hören müssen.

Twitter ist für die meisten Leute, wie Sex für 13-jährige Jugendliche. Jeder redet davon, aber kaum einer hat es ausprobiert. So in etwa kann man das beschreiben. Von Twitter ist beinahe ständig in den Medien zu hören. Ob es nun irgendein Star ist, der auf den roten Teppich kotzt und das auf Twitter veröffentlicht oder ob es Leute sind, die live von den Ausschreitungen im Iran twitterten (Ja dieses Wort klingt bescheuert!!), das Wort Twitter hat sich in den deutschen Sprachgebrauch hinein katapultiert. Doch wie viele Leute nutzen den Twitter wirklich? Geschweige denn, wie viele verstehen überhaupt den Sinn von Twitter?

Schon der erste Schritt, hin zu Twitter, ist relativ ernüchternd. Man kommt auf eine Seite, wo man sich erstmal anmelden muss. Aber selbst danach passiert nicht viel. Weil man ja noch niemandem folgt und so auch wenig lesen kann. Ich denke mal an diesem Punkt werden viele Leute aufgeben oder sich die Frage stellen, was bringt mir das Ganze?

Und das ist eine sehr gute Frage. Eine Frage, die ihnen sicherlich nicht mal der größte Twitterholic beantworten kann. Als allererste Amtshandlung kann man ja einfach den gängigen Nachrichtenseiten folgen. Dann hat man eine Art langweiligen Newsletter und ist wahrscheinlich unglaublich glücklich, dass man nun endlich den wahren Nutzen von Twitter entdeckt hat. Diese Freude hält dann ungefähr drei Tage.

Twitter ist ein Medium was durchaus unterhalten kann, aber es erfordert auch ein wenig Eigeninitiative. Eine Sache, die wir Menschen, die mit dem Fernseher aufgewachsen sind, erst noch erlernen müssen. Wir stellen unser eigenes Programm zusammen. Nix muss und alles kann. Was man nicht lesen will, kann man wieder löschen. Es ist eine ganz neue Dimension von Entertainment. Sicherlich zurzeit nur auf Textbasis, aber wir werden sehen, wie schnell sich so etwas ändern kann.

Wem die Nachrichten nun zu langweilig geworden sind, der wird sicherlich anfangen den Politikern oder Stars zu folgen. Man kann sich aber auch eine Nacktschnecke von Draußen besorgen und die Zeit stoppen, wie viel sie vom Bauchnabel bis zu den Brustwarzen benötigt. Das kribbelt so schön.

Oder und das ist in meinen Augen die elegantere Lösung: Man sucht sich ganz normale Menschen. Ja! So richtig stinknormal. Denn das sind nämlich die wahren Perlen bei Twitter. Natürlich findet man die normalen Menschen nicht einfach so und sicherlich auch nicht über die lächerliche Suchfunktion bei Twitter. Nein nein! Dafür muss man sich die Sterne vom Himmel holen, denn es gibt bei Twitter eine wunderbare Funktion. Eine Art Besternungsfunktion. So wie damals in der Grundschule. Da gab es so grinsende Bienchen (die natürlich voll auf Drogen waren, aber das wusste man ja damals noch nicht), wenn man ganz fleißig war und so ist das auch bei Twitter. Wenn einem etwas gefällt, dann kann man das kundtun, indem man einen Stern hinter den Tweet (also das 140 Zeichen Update) setzt. Wenn es ein wirklich guter Tweet ist, dann werden den auch noch andere Menschen besternt haben und natürlich gibt es dafür auch eine Liste, wer in letzter Zeit am meisten besternt wurde. Diese Liste ist gleichzeitig ihr Einstieg in die unterhaltende Twitterwelt.

Das nächste Mal werde ich ihnen erzählen, wie so ein Twittertreffen abläuft und wie leicht man sich bei der Twitterelite einschleimen kann.


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