Wenn Einbrecher bei Einbrechern einbrechen

27. Januar 2011

„Wer sind Sie und was machen Sie in meiner Wohnung?“

„Ich bin ein Einbrecher.“

„Oh was für ein Glück, dachte schon Sie wären meine Schwiegermutter.“

„Wieso?“

„Na Sie haben im Zwielicht so ausgesehen. Ihr gebückter Gang, dieses immer auf der Hut sein, dann ihre schmalen Finger.“

„Oh tut mir Leid! Ich wollte keinen falschen Eindruck erwecken.“

„Ach vergeben und vergessen. Wollen Sie sich nicht erst mal setzen? Ist doch anstrengend, ihre Tätigkeit.“

„Ja gerne, aber woher wissen Sie das?“

„Ach das muss aber unter uns bleiben. Ich bin auch Einbrecher. Jetzt sind wir quasi Zweibrecher. Haha, ist das nicht witzig?“

„Ja das ist durchaus nicht witzig. Aber ich bin ja auch nicht zum Lachen hier.“

„Nein da haben Sie vollkommen Recht, unser Job macht wirklich keinen Spaß. Ständig muss man auf der Hut sein…“

„Stimmt! Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal nicht auf der Hut war, so sehr bin ich auf der Hut.“

„Und ich erst. Letztens war ich so sehr auf der Hut, dass ich vergessen habe meine Einbrechermütze aufzusetzen.“

„Mann! Da waren Sie aber ganz schön sehr auf der Hut! Mein Arzt hat mir gesagt, wenn ich noch mehr auf der Hut bin, platzt mir noch der Kragen.“

„Nich wahr!“

„Doch!“

„Wahnsinn! Wollen Sie einen Keks?“

„Ja aber gerne! Schöne Einrichtung haben Sie hier! Alles selbst geklaut?“

„Ne, nicht alles… der Fernseher ist vom Laster gefallen.“

„Funktioniert er noch?“

„Ne! Hat aber 200 Kanäle und Videotext.“

„Vielleicht klau ich den.“

„Fühlen Sie sich nur wie zu Hause!!“

„Ach Schade, ich hätte so gerne was geklaut.“

„Na gut, damit Sie nicht umsonst hier eingebrochen sind…das Bild von meiner Schwiegermutter können Sie mitnehmen.“

„Dann nehme ich mal meinen Hut und gehe.“

„Und das Bild nicht vergessen. Beklauen Sie mich bald mal wieder!“

„Und seien Sie auf der Hut vor Einbrechern! Auf wiederklauen!“


+++Eilmeldung+++

18. Januar 2011

Laut einer Pressemitteilung des Kanzleramtes soll der amtierende Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), durch einen Schimpansen ersetzt werden.

Der aus Nigeria stammende Montgomery Monkey leitete mehrere Jahre das Spamministerium in der nigerianischen Hauptstadt Abuja und schloss im Jahre 2007 erfolgreich ein BWL Studium im Berliner Zoo ab. Während seines Studiums trat er als Hauptdarsteller in der Familienserie „Unser Charly“ im ZDF auf und erlangte dadurch einen hohen Bekanntheitsgrad in ganz Deutschland. In der Serie spielte er einen bekloppten Irren, der ständig verrückte Sachen anstellte und damit eine verdammt spießige Familie auflockerte und die ganze Serie schlichtweg sehenswert machte.

Für das Amt des Wirtschaftsministers bringt er dennoch die gewünschte Seriosität und gleichzeitig frischen (Pups)Wind in das Kabinett der Bundeskanzlerin.

„Herr Monkey versteht die komplexen Zusammenhänge in der globalen Wirtschaftskrise genauso wenig wie der Herr Brüderle. Jedoch sieht er einfach lustiger aus und er macht alles, was ich ihm sage.“, erklärte Angela Merkel, während sie gleichzeitig versuchte Herrn Monkey mit einer Banane in den Presseraum des Kanzleramtes zu locken.

Hier zeigt sich, dass gerade im Umgang mit den Medien der Affe dem gemeinen Politiker um Welten überlegen ist. Herr Monkey springt unangenehmen Fragestellern einfach ins Gesicht, klaut die Mikrofone der Fernsehsender und stiftet in Minuten ein heilloses Durcheinander.

„Da bleibt kein Auge trocken.“, erklärt uns Guido Westerwelle, Parteichef der FDP und geistiger Vater des Schimpansen, „Herr Montgomery entspricht genau der marktwirtschaftlichen Ideologie der FDP. Er ist eine billigere Arbeitskraft, als der Herr Brüderle und leistet gleichzeitig mehr.“


Der alte Mann und der Hauptgewinn

27. November 2010

Mit der behäbigen Vorsicht des Alters kroch der alte Mann die Treppe hinauf in seine warme Wohnung. Seine weiße Hand umkrallte das kaffeebraune Geländer und er zog sich immer weiter nach oben. In der anderen Hand hielt er ein paar weiße Umschläge, die womöglich Rechnungen enthielten. Er hatte noch nicht genau nachgesehen, da er seine Brille auf dem kleinen Tisch in der engen, nach Kohl und Dampf riechenden, Küche vergessen hatte.

Vor 20 Jahren hatte er die Küche das letzte Mal renoviert. Ein paar Fliesen über dem Herd hatten sich schon aus der Schmutzverankerung losgemacht und die Bodendielen jaulten, wenn man auf sie trat. Es sah zwar alles sehr ordentlich aus, doch der Dreck der Jahre lies sich schon längst nicht mehr entfernen.

Auf einem hellblauen Stuhl, gleich neben dem Fenster saß ein grün-rot gestreiftes Zebra und las die Lokalnachrichten in der Zeitung.

„Die haben schon wieder eine Schleckerfiliale überfallen.“, sagte das Zebra und blickte besorgt von der Zeitung auf. Der alte Mann antwortete nicht. Mittlerweile konnte er sogar schon dem Zebra tief in die Augen schauen und es trotzdem ignorieren.

„Wenn das so weiter geht, kann man fast gar nicht mehr aus dem Haus gehen.“, sprach das Zebra weiter und nahm einen Schluck Kaffee aus einer kupferfarbenen und mit lachenden Pinguinen verzierten Gießkanne. „Als ob das Zebra jemals aus dem Haus gehen würde.“, dachte sich der alte Mann. Die meiste Zeit saß es in der Küche und redete dummes Zeug, während es mit den Hufen klackerte.

Der alte Mann wusste nicht mehr genau, wie lange das Zebra schon bei ihm wohnte. Eines Tages kam ein großer Laster und lud das Zebra in dem schmalen und mit Liebe gestalteten Vorgarten ab. Als er die Türe öffnete um nachzuschauen, was da für ein komisches Ding in seinem Garten auf die Tulpen pinkelte, kam das Zebra auf ihn zu, lief an ihm vorbei durch die Tür und hinauf in die kleine Küche und seitdem war es da. Jeden Tag, jede Stunde und auch jede halbe Stunde und nervte herum.

Erst hatte er nicht gewusst, warum das Zebra auf einmal da war und nicht wieder ging. Doch dann viel es ihm wieder ein. Er hatte kurz zuvor einen Vertrag unterschrieben, dem ihn ein Mann unter die Nase hielt, nachdem er bei ihm einen Sturm losgeklingelt hatte. Er musste nur unterschreiben und dann kann er ein rot-grün gestreiftes, sprechendes Zebra gewinnen. Er dachte an ein kleines Plüschtier mit Sprechelektronik für seinen Enkel, bekam aber ein durchaus vitales Lebewesen mit Werbefunktion.

„Der neue Razorblade 3000 hat jetzt 20 Klingen und kostet nur 12.99.“, kotzte das Zebra seine Werbemitteilung aus, welche es alle 10 Minuten von sich gab und unterbrach die Gedanken des alten Mannes. Mit den Händen umfasste er sein Kinn und fuhr mit den Fingern über seine grauen Bartstoppeln. So einen Rasierer könnte er wirklich gebrauchen. Er schüttelte seinen Kopf. Schluss mit diesen Gedanken!

Das Zebra konnte er erst wieder loswerden, wenn er 10000 Euro bezahlt. Hätte er doch nur das Kleingedruckte auf dem Vertrag schon vor der Unterschrift gelesen und nicht erst Tage später, als es schon viel zu spät war, dann hätte er sich den ganzen Ärger sparen können.

Doch dann musste er grinsen. Es hätte auch schlimmer kommen können. Die Bunkewitzels, zwei Häuser weiter, besitzen ein gelbes Nashorn in der Badewanne, welches die Werbemitteilungen mit einer Operettenstimme vorsingt und dazwischen ständig schlüpfrige und unlustige Witze (Kommtn Nashorn beim Arzt) erzählt.

Es hätte schlimmer kommen können…viel schlimmer.


Die desaströse Geschichte vom Schäferhuhn

2. November 2010

Es war einmal ein Schäferhuhn. Also eigentlich war es kein echtes Schäferhuhn, sondern nur ein Huhn welches sich fatalerweise einbildete ein Schäferhuhn zu sein.

Schizophrenie unter Hühnern ist nicht nur sinnloses Gegacker, sondern ein ernstes Thema. Erst letztens gab es einen Fall auf einem Bauernhof in Australien, wo sich ein handelsüblicher Hahn ständig neben dem Waschbecken aufhielt und einen Wasserhahn perfekt imitierte. Der Bauer bemerkte erst nach drei Jahren das merkwürdige Verhalten seiner Badarmatur, nachdem er sich bei seinem Nachbar erkundigt hatte, ob sein Wasserhahn ihn auch jeden Morgen um dieselbe Zeit weckte.

Nun aber zurück zum Schäferhuhn: Es begab sich an einem sonnigen Montag als das Schäferhuhn das Licht der Welt erblickte. Es erblickte aber nicht nur das Licht der Welt, sondern leider auch eine Schäferhündin und bedingt durch die geradezu verschwindend geringe Huhnintelligenz, nahm das Schäferhuhn an, die Schäferhündin sei seine Mutter und wich ihr ab sofort nicht mehr von der Seite.

Natürlich hätte die Sache auch gut gehen können. Schäferhuhn und –hündin ein unschlagbares Team, vereint im Kampf gegen die Artendifferenz. Doch es kam alles ganz anders:

Es fing beim Bellen an: Das Schäferhuhn übte stundenlang, doch es kam nur ein helles Gackern aus der Kehle. Dann musste es ständig seinen Kopf wie ein dämlicher Wackeldackel bewegen, weil das epileptische Wackeln des Kopfes das räumliche Sehen ermöglichte. Desweiteren trennten das Schäferhuhn ein wedelbarer Schwanz, 2 Beine, 3 Milliarden Hundehaare und mindestens 243 Gramm Gehirn vom perfekten Schäferhundedasein.

Trotz dieser Fakten gab das Schäferhuhn nicht auf. Es versuchte sich anzupassen und sich in den harten Schäferhundealltag zu integrieren.

Ein erster Erfolg stellte sich ein, als das Schäferhuhn den Briefträger in die Eier biss und ihn somit vom Hof jagte. Dieser Vorfall offenbarte einen riesigen Vorteil des Schäferhuhns gegenüber den anderen Schäferhunden. Das Schäferhuhn mochte äußerlich wie ein harmloses Huhn aussehen, innerlich war es aber ein hundsgemeines Schäferhuhn, Schnabel fletschend zur äußersten Bissigkeit entschlossen und konnte somit den hundebisserfahrenen Briefträger austricksen. Es war quasi eine moderne Wolf im Schafspelz Variante, doch wir nennen es der Form halber Schäferhuhn im Huhnfederkleid Variante.

Die steil, wie eine Hühnerleiter, ansteigende Bisserfolgsquote, des Schäferhuhns blieb nicht lange unentdeckt und stieß zunehmend auf den Respekt der anderen Schäferhunde des Bauerhofs. Es hatte sich einen Platz im Rudel ergackert äh ergattert und verteidigte diesen Platz durch immer mehr Bissüberfälle auf Menschen.

An guten Tagen erwischte das Schäferhuhn 5 Menschen doch die guten Tage wurden immer seltener. Es hatte sich unter den Menschen herumgesprochen, dass auf dem Bauernhof des Schäferhuhns ein gefährliches Huhn hausen sollte und es musste immer größere Strecken zurücklegen, damit die Bissstatistik keinem drastischem Einbruch zum Opfer fiel. Das Schäferhuhn hatte sich zu sehr auf das Beißen konzentriert, weil es das einzige war, was es gut konnte. Es konnte nicht mit einem Schwanz wedeln, lustig mit den Ohren wackeln, kein Bellen und Jaulen war ihm möglich. Es konnte nur beißen und das so gut, dass es irgendwann von den Menschen eingesperrt werden musste.

Im Käfig zwischen traumatisierten Legehennen haust das Schäferhuhn nun und wenn es nicht gestorben ist, dann wird es sicherlich bald passieren.


Der Einbrecher, der kein Verbrecher sein wollte

1. September 2010

Ich wachte auf, als sich jemand an mich kuschelte. Erst dachte ich ja, es ist meine Freundin und ich kuschelte im Halbschlaf zurück.

Doch es war gar nicht meine Freundin, denn die war ja in einer anderen Stadt. Ganz weit weg:

„Wer sind Sie?“, fragte ich in die Dunkelheit.

„Ich bin ein Einbrecher.“, sagte eine sanfte, männliche Stimme.

„Sie klingen aber gar nicht wie ein Einbrecher. Sie klingen eher wie ein Versicherungsvertreter.“, antwortete ich der Stimme.

„Ich bin ja auch ein Versicherungsvertreter. Und nachts bin ich ein Einbrecher.“, sagte der Einbrecher mit tief nach unten verstellter Stimme.

„Machen Sie sich nicht lächerlich. Jetzt klingen Sie ja noch bescheuerter.“, sagte ich dem Einbrecher.

„Ich weiß. Ich übe ja schon seit Tagen und Sie sind ehrlich gesagt, mein erstes Opfer. Ich habe ihre Hecke mit einem akkuraten Heckenscherensprung überwunden, ihren Wachkater mit einer heißen Pussycat abgelenkt…“

„Diese notgeile Ratte.“, fluchte ich, „Aber erzählen Sie ruhig weiter, Herr Einbrecher.“

„Dann bin ich an ihrer Außenfassade hochgeklettert, auf den Balkon und die Balkontür mit einem Dosenöffner und Bindfaden zur Aufspaltung überredet. Dann habe ich ihre Alarmanlage mit einem Defibrillator erschreckt und bin dann zu ihnen eingestiegen. In ihr Bett. Aber bei der Stimme habe ich wieder mal versagt. Das ist doch zum Kühe melken!!“, fluchte der Einbrecher.

„Vielleicht sollten Sie es mit einem osteuropäischen Akzent versuchen.“, schlug ich vor.

„Das ist eine gute Idee.“, sagte der Einbrecher.

„Gut! Aber ein Problem habe ich noch. Denn eigentlich reden Einbrecher nicht. Die sind eher mucksmäuschenstill und stehlen wertvolle Dinge.“, erklärte ich dem Einbrecher.

„Ne das find ich doof. Ich bin doch kein Dieb, ich bin lediglich ein Einbrecher. Ich breche ein, wie das Wort halt schon sagt. Von Stehlen erzählt das Wort nix. Außerdem wäre ich dann kein Einbrecher, sondern ein Verbrecher.“

„Und warum haben Sie sich dann in mein Bett gelegt und sich an mich gekuschelt? Und warum tun Sie es immer noch??“, fragte ich den Einbrecher und setzte mich auf die Bettkante.

„Wissen Sie, meine Frau war eine Beziehungsentzweibrecherin und hat mich quasi zu einem, einsamen, einfühlsamen Einbrecher gemacht.“, erzählte der Einbrecher.

„Aber wäre ihnen eine Frau nicht viel lieber zum Kuscheln?“, fragte ich den Einbrecher eine durchaus berechtigte Frage.

„Ja da haben Sie recht. Aber eine Frau fängt dann meistens an zu schreien und reagiert nicht so besonnen wie Sie es getan haben. Außerdem würde mich eine Frau wegen sexueller Belästigung anzeigen. Ein Mann würde das nie tun, weil ihm die Sache unendlich peinlich ist.“, erklärte der Einbrecher, so als ob er gerade eine Versicherung verkaufen würde.

„Sie haben Recht! Es fühlt sich wirklich unendlich peinlich an.“

„Sehen Sie! Oh wie ich sehe wird es schon wieder hell draußen. Ich mach mich dann mal auf meine leisen Einbrechersohlen. Hab noch ein bisschen was zu erledigen.“

Der Einbrecher stand auf und verschwand durch die Balkontüre. 10 Minuten später klingelte es an der Haustüre.

Ich öffnete und ein Mann stand lächelnd davor.

„Guten Tag. Mein Name ist Manfred Döselbums und ich möchte ihnen gerne eine Einbruchversicherung verkaufen.“


Alles nur ein Mistverständnis? Oder doch mit deutscher Hilfe zur iranischen Atombombe?

24. August 2010

Iran hat es geschafft. In Bushehr geht nun das erste iranische Atomkraftwerk in Betrieb. Auffällig ist, dass Siemens kurz zuvor sein Irangeschäft beendet hatte und nicht schon viele Jahre eher. Wenn man genauer hinschaut, weiß man auch warum. Schließlich baute man diesen Reaktor mit Siemens Teilen. Stellen Sie sich mal vor Sie wollen ein Legohaus bauen. Ohne Legoteile funktioniert das nicht,  das wird ihnen jedes Kleinkind bestätigen. Und genauso ist das bei einem Siemensatomreaktor… Nix Schlimmes also… Siemens baut in vielen Ländern Atomreaktoren und sichert damit bei uns hier in Deutschland wertvolle Arbeitsplätze. Eigentlich alles ganz toll, doch das Dumme ist, das der Staat Iran offiziell unser Feind ist. Das sind nämlich die Bösen.

Die Frau Dr. Merkel, was unsere Bundeskanzlerin ist, hat das auch schon oft gesagt. Sie hat dem Chef vom Iran, den Herrn Ahmadinedschad, mit ganz bösen Konsequenzen gedroht, wenn die nicht sofort aufhören mit dem Bau dieses Atomreaktors. Zumindest stand das so stark vereinfacht in allen Zeitungen dieses Landes. Nun wissen wir jetzt aber, dass der Reaktor Made in Germany ist und kommen jetzt ein wenig ins Stolpern mit der Logik. Vielleicht weiß die Frau Merkel einfach nicht, dass der Reaktor von Siemens ist. Das muss es sein. Anders kann ich mir das nicht erklären. Das kann man auch viel seltener in der Presse lesen. Ich finde man sollte das mit hin schreiben. „Iran forscht weiter an der Atombombe und Siemens hilft fleißig mit“ Einfach so eine Information im Nebensatz parken und jeder weiß es, sogar die Frau Merkel.

Aber wie kommt es, dass Siemens Atomreaktorenteile für Bösewichte baut? Sind die nicht ganz sauber im Kopf?

Und auch das kann ich ihnen beantworten. Siemens hatte mit dem Bau des Reaktors 1979 angefangen, als der doofe Ahmadinedschad noch kleine Biobomben in seine Windeln schiss (Natürlich ist das hoffnungslos übertrieben, da er da schon längst aus dem Kleinkindalter heraus war, aber es klingt einfach lustig). Damals war der Iran noch böser als heute, gehörte aber zu den Guten. Der Shah von Persien war damals Chef vom Iran und war ein noch größeres Riesenarschloch, als der Ahmadinedschad. Aber der Shah war auf unserer Seite. Das ist der große Unterschied. Wenn man auf unserer Seite ist, darf man auf Demonstranten schießen und bekommt dafür sogar einen Atomreaktor als Belohnung.

Wer nicht auf unserer Seite ist, ständig herum zickt und dann auch noch allen erzählt, dass er unseren Freund Israel von der Landkarte tilgen will, der soll natürlich auch keinen Atomreaktor bekommen. So einfach ist das!! Der Atomreaktor in Bushehr gehörte also nicht dem Ahmadinedschad, sondern dem Shah von Persien. Ursprünglich!!

Ich habe ja die Theorie, dass Siemens nicht weiß, dass der Shah von Persien nicht mehr an der Macht ist und die Frau Merkel nicht, weiß, dass Siemens fälschlicherweise den Bösen mit gefährlichen Atomwaffenspielzeug aushilft.

Das ist bestimmt alles nur ein großes Mistverständnis. Siemens ist ein lupenreiner Konzern und die Frau Merkel würde uns, ihren treuen Schäfchen, niemals die Unwahrheit erzählen.

Vielleicht kann mal einer dem Horst Seehofer, der ja Chef von Bayern ist und quasi gegenüber von Siemens in München seinen Sitz hat, sagen, dass er mal rübergehen und denen Bescheid geben soll. Wär doch doof, wenn in Israel eine Atombombe „Made in Germany“ landet. Wenn man nämlich einmal die Technik für ein Atomkraftwerk hat, dann kann man auch eine Atombombe bauen. So viel fehlt da nicht mehr…Leider.


Die langweilige Geschichte vom Zwerg, die am Ende leider doch spannend wird…

10. August 2010

Sie lesen nun eine der langweiligsten Geschichten dieses Universums und vielleicht sogar noch des Nachbaruniversums, aber darauf will ich mich jetzt nicht festlegen, weil ich darüber keine genauen Fakten habe.

Es geht um den Zwerg Kevin Maik Ludwig Maria Lüdenscheid, den wir aber aus Platzgründen einfach weiterhin Zwerg nennen, da es eh nur einen Zwerg in dieser Geschichte geben wird.

Der Zwerg ging in sein Wohnzimmer und plante seine Steuererklärung zu verrichten. Eigentlich hatte er schon vor ein paar Monaten seine Steuererklärung gemacht und er ärgerte sich, dass man das nur einmal im Jahr machen musste. Wenn es nach ihm ginge, könnte er das jeden Tag machen.

Aus diesem Grund hatte er sich seine eigene Steuererklärung ausgedacht. Eine Steuererklärung die so langweilig und stupide war, dass diese jedem Finanzamtsbeamten Freudentränen in die Augen treiben würde. Es war eine Steuererklärung die so langweilig war, dass ein normaler Mensch beim Anblick sofort einschlafen und nie wieder aufwachen würde. Ja, ja, so langweilig war die.

Der Zwerg musste nur noch seinen Stift finden, den er immer zum Ausfüllen der Steuererklärung des Todes benutzte. Er besaß tausende Stifte, aber es gab nur einen einzigen, der würdig war, um diese Aufgabe zu erfüllen.

Doch der Zwerg fand ihn nicht, sondern nur einen kleinen Klebezettel in seiner Unterhose und er wusste beim zweitbesten Willen nicht, wie der da hingekommen war. Auf dem Zettel stand: „Ich habe deinen Lieblingsstift geklaut. Mit unfreundlichen Grüßen, die Sexhex. P.S.: Diesen Notizzettel kannst du nicht von der Steuer absetzen. Ätsch!!“

Der Zwerg wusste genau, wer die Sexhex war. Die Sexhex wohnte im finsteren Schokoladenbaumwald, in einem Haus aus essbarer Unterwäsche in der Schokoladenbaumallee 76, gleich neben dem Honigmilchfall. Also genau da, wo sich immer die anonymen Diabetiker treffen. Wenn er seinen Stift wiederhaben wollte, musste er die äußerst gefährliche Reise in den finsteren Schokoladenbaumwald auf sich nehmen. Eine Reise voller Gefahren und Abenteuer, die es zu bestehen gilt.

Der Zwerg benutzte den Fahrstuhl seines Mietshauses, ging auf die Straße und bestieg die U-Bahn an der Haltestelle ein paar Meter von seiner Haustüre entfernt. An der Haltestelle „Schokoladenbaumallee“ stieg er wieder aus.

Na gut, die Reise ist natürlich nur voller Gefahren und Abenteuer, wenn man den Weg dort hin zu Fuß geht und  nicht die U-Bahn nimmt. Aber der Zwerg war ja erst vorgestern Langweiler des Monats geworden und hatte außerdem ein Jahresticket der Verkehrsbetriebe, welches er keineswegs ungenutzt lassen konnte.

Er fragte einen Zwerg, wo sich das Haus der Sexhex befindet. „Dort, wo Sexhex Haus in roter, großer und blinkender Neonreklamenschrift außen dran steht!“, sagte der Zwerg. Der Zwerg, wir wissen jetzt nicht mehr genau welcher, da wir ja anfangs gesagt hatten, dass es nur einen Zwerg in dieser Geschichte geben wird, jetzt aber überraschend ein Zweiter aufgetaucht ist, ging auf das Haus der Sexhex zu und klingelte.

„Hallo mein kleiner Süßer!“, sagte die Sexhex, welche im Übrigen völlig unbekleidet war.

„Ich will meinen Stift wieder!“, brüllte der Zwerg und sah dabei wie ein kleines Kind aus.

„Du kannst deinen Stift wiederhaben, aber vorher musst du mir einen klitzekleinen Gefallen tun.“, sagte die Sexhex mit einer tiefen, hocherotischen Stimme. Der Zwerg wusste natürlich sofort, was diese klitzekleine Gefälligkeit nur sein konnte.

„Nein, das mache ich nicht mehr! Beim letzten Mal hatte ich noch 2 Monate danach diesen hässlich juckenden Ausschlag.“, sagte der Zwerg abwimmelnd.

„Aber ich kann es mir doch nicht ständig selbst besorgen. Das wird auf die Dauer echt nervig und mir tun die Hände weh.“, sagte die Sexhex. Süßer Honig lief an ihrer Schulter hinab, über ihre linke Brust und sammelte sich kurz auf der Brustwarze, um dann in voller Ladung auf die Lebkuchenplatten vor dem Haus zu spritzen. „Komm! Tu mir den Gefallen! Nur noch einmal und dann ist mein Bedarf erstmal für eine Zeit gedeckt. Außerdem willst du doch deinen Stift wiederhaben, oder?“

„Nö! Ich lass mich nicht erpressen!“, sagte der Zwerg und blieb stur.

„Du kannst dir auch einen Gummihandschuh überziehen!“, schlug die Sexhex vor.

„Meinst du das schützt mich?“, fragte der Zwerg skeptisch.

„Keine Ahnung. Müssen wir ausprobieren…“, meinte die Sexhex und packte ihn mit der Hand am Kragen und zog ihn in ihr Haus hinein. Sie war schon immer eine Frau, die auch bekam, was sie wollte.

Vorsichtig streifte sich der Zwerg den Gummihandschuh über seine rechte Hand und fasste in den Bienenstock um sich eine klebrige Honigwabe herauszufischen. Doch die wilden Bienen piksten sich durch den Handschuh hindurch und der Zwerg schrie wie ein Fisch am Spieß.

„Jetzt hab dich nicht so!!“, schrie die Sexhex und schlug dem Zwerg fest ins Gesicht.

„Ich wusste es!! Von wegen das schützt mich! Wie soll ich jetzt meine Steuererklärung ausfüllen? Wie soll ich ein langweiliges Leben führen, wenn du mir ständig dazwischenfunkst?“  Der Zwerg hatte noch viel mehr solche Fragen in Petto, doch die Sexhex küsste den Zwerg auf den Mund, so dass er seine Klappe halten musste.

Der Zwerg wusste gar nicht, wie im geschah. „Das ist ja eklig!“, dachte er sich, doch er machte auch keine Anstalten diesen, ihm ewig erscheinenden Prozess, aufzuhalten. Denn es war nur sein Kopf, der so dachte. Sein Herz pochte wie wild und er hatte Angst, dass es sich bald aus der Zwerchfellverankerung herauslösen könnte. Er musste lächeln, als die Sexhex nun endlich aufhörte mit dieser aufdringlichen Küsserei. Es ist das erste Mal in seinem Leben, dass er lächelte. Lächeln sah er immer als überflüssige und zeitraubende Handlung, aber nun konnte er einfach nicht anders. Seine Mundwinkel bewegten sich widerstrebend aus der gewohnt griesgrämig dreinschauenden Position nach oben in ungeahnte Höhen. Gleichzeitig bewegte sich der Mund nach unten und ein kleiner Spucketropfen bahnte sich den Weg nach draußen und seilte sich am Kinn des Zwerges hinab.

„Was hast du mit mir gemacht?“, fragte der Zwerg mit leicht verärgerter Stimme, weil er immer noch nicht aufhören konnte zu grinsen und sich gut zu fühlen.

„Ich hab dich nur geküsst.“, sagte die Sexhex.

„Neee! Du hast mich verhext! Mach das weg! Ich hab überall Gänsehaut und ich will nicht aussehen, wie eine dumme Gans.“, sagte der Zwerg.

„Das ist doch nix Schlimmes. Ich fühle genau das selbe. Aus diesem Grund habe ich dich doch zu mir gelockt.“, sagte die Sexhex.

Hier müssen wir diese Geschichte leider abbrechen, weil es nun nur noch unzüchtig und unlangweilg weiter gehen kann. Ich bitte vielmals um Entschuldigung.


Gedankenstütze

18. Juni 2010

„Sehen Sie es?“
Ich sagte dem alten Mann, dass ich es nicht sehe.
„Sehen Sie es?“
„Nein!“
„Und jetzt?“
Der alte Mann sah etwas verwirrt aus. Er trug einen roten Pullover und eine ehemals weiße und nun gelb gesprenkelte Unterhose. Seine weißen, besenstielartigen Beine endeten unverhofft in zwei unterschiedlichen Schuhen. Links trug er eine Sandale und rechts einen hochhackigen Damenschuh mit Schnürsenkeln, drapiert.

„Nein ich sehe kein Zebra. Warum sollte sich mitten in der Stadt ein Zebra aufhalten. Die leben doch in der Steppe.“, erklärte ich dem alten Mann und überlegte insgeheim, aus welchen Altenheim er wohl ausgebrochen ist.
„Nein! Was Sie meinen ist ein Zebra mit Z. Ich wiederrum spreche von einem Xebra mit Iks.“ , sagte der Mann und als er den Buchstaben X aussprach, verteilte er einen feinen, kaum sichtbaren, jedoch umso mehr übel riechenden Spuckeregen über mein Gesicht und ich bewegte mich einen Schritt zurück. Und dann sah ich es.
Ich entdeckte das Xebra mit Iks lässig an einen Bauzaun gelehnt und eine Zigarette rauchend. Wie der alte Mann trug es links ein paar Sandalen und rechts ein Paar hochhackige Damenschuhe. Es war eine Art Pferd, hatte ein grün-gelb kariertes Fell und sah so aus, als ob es gerade einem Drogenfilm aus den 70er Jahren entkommen ist. Es grinste mich an. Ich lächelte vorsichtig zurück. Wollte es aber nicht ermutigen her zukommen. Über was sollte man sich denn auch mit einem Xebra unterhalten? Über das schöne Wetter? Keine Ahnung.
Ich bewegte meinen Kopf wieder nach vorn, da der alte Mann mir etwas sagen wollte, als das Xebra verschwand. Dann bewegte ich meinen Kopf wieder zurück und das Xebra erschien, immer noch grinsend und einen Kaugummi kauend, an denselben Bauzaun gelehnt.
„Wie ich an ihrem Gesichtsausdruck sehen kann, können Sie das Xebra sehen.“, sprach der alte Mann.
„Ja ich sehe es.“, musste ich zugeben und auf eine komische Art und Weise machte mir dieses Zugeständnis Angst. War ich noch ganz bei Trost? Hatte man mich unter Drogeneinfluss gesetzt? Heutzutage ist doch alles möglich.
„Nein Sie sind noch ganz bei Trost und nein Sie stehen auch nicht unter Drogeneinfluss.“, sagte der alte Mann, frech meine Gedanken lesend, „Sie können das Xebra sehen, weil Sie ein guter Mensch sind. Sie haben ein reines Herz. Und wenn Sie mal nicht weiter wissen, nicht wissen ob das eine gute oder eine schlechte Entscheidung ist oder einfach nur nach dem richtigen Weg suchen, dann drehen Sie ihren Kopf leicht geneigt zur Seite und schauen sich das Xebra an. Und dann werden Sie wissen was richtig ist, denn es wird Sie daran erinnern, dass Sie ein guter Mensch sind.“, sagte der alte Mann.
Ich drehte meinen Kopf zur Seite und schaute mir das Xebra an. Es hob den rechten Vorderhuf und winkte mir freundlich zu. Peinlich berührt wand ich meinen Kopf ab und entdeckte, dass der alte Mann verschwunden war. Er war vom Erdboden verschluckt… Magisch…
„Nein ich stehe hinter ihnen.“, brüllte der alte Mann und jagte mir einen gehörigen Schrecken ein. Ich hätte ihn am liebsten angeschrien. Doch dann sah ich das Xebra im Augenwinkel. Ich bin ein guter Mensch und gute Menschen schreien keine alten Männer an. Auch wenn Sie noch so komisch aussehen und unglaublich nerven.
„Wollen Sie ein Eis?“, fragte ich den alten Mann. Er nickte und lächelte mich an. Anscheinend hatte er heute einen erfolgreichen Tag.


Der wahre Grund für Köhlers Rücktritt

31. Mai 2010

Wir erleben im Moment einen der interessantesten Fälle in der deutschen Geschichte. Unser Bundespräsident ist zurückgetreten. Unser Staatsoberhaupt. Zwar nicht gerade die wichtigste Person im Lande, aber trotzdem besitzt sein Rücktritt eine geradezu historische Bedeutung.

Während man in der weichgespülten Medienwelt, geradezu lächerliche Sätze liest, wie zum Beispiel: „Das Amt und Horst Köhler passten nicht zusammen.“ , habe ich mir die Frage gestellt, warum der Mann wirklich zurück getreten ist. Doch sicherlich nicht, weil er ein unfähiger Bundespräsident ist.

Der Grund ist relativ einfach: Horst Köhler hat die Wahrheit über den deutschen Einsatz in Afghanistan erzählt und musste im Nachhinein von allen Seiten Prügel einstecken. Er hat gesagt, dass die Bundeswehr in Afghanistankrieg auch aus wirtschaftlichem Interesse beteiligt ist. Afghanistan ist geopolitisch höchst interessant. Es gibt eine Menge wertvolle Rohstoffe (zum Beispiel: Kupfer) und wie Köhler es genannt hat: „…zur Sicherung freier Handelswege…“, denn man plant Ölpipelines durch das Land zu legen. Im Großen und Ganzen geht es also nicht darum, Frieden in die Region zu bringen, sondern lediglich Stabilität. Ein stabiles Afghanistan ist wichtig für Deutschland, ja wichtig für alle Länder der „westlichen Welt“. Es geht um Macht, Einfluss und Sicherung der Ressourcen, aber auch um Loyalität gegenüber dem großen Bruder namens NATO. In Afghanistan geht es schon lange nicht mehr um Terroristen und wie sie uns bedrohen. Deutschland ist eine Exportnation und kann sich nicht leisten, einfach mal aus pazifistischen Gründen, die Hilfe zur Rohstoffsicherung in Afghanistan zu verweigern. Deutschland wäre isoliert und im Endeffekt verliert der einfache Arbeiter seinen Job. Deutschland ist abhängig von Amerika und anderen Global Players. Abhängig vom Öl und auch abhängig von Rohstoffen.

Genau das wollte Köhler damit ausdrücken. Doch eine Debatte über dieses Thema konnte man nirgends erkennen. Es wird geradezu totgeschwiegen und Köhler wird von fast allen großen Medien als Trottel hingestellt. Man nennt es „rhetorisches Missgeschick“, was er da erzählt hatte oder schlichtweg als falsch. Was ist denn das für eine bodenlose Frechheit? Im ganzen Land werden die Scheuklappen angelegt, nur weil man nicht wahrhaben will, dass Deutschland aus wirtschaftlichen Interesse Menschen tötet. Das ist heuchlerisch. Viele Menschen in unserem Land sind der Meinung, dass Deutschland ein friedliches Land ist und dass es ja geradezu unsere Aufgabe, nach 2 Weltkriegen, ist, den Frieden in die Welt hinaus zu exportieren. Doch in Wahrheit exportiert Deutschland vor allen Dingen Tod und Elend. Wir sind nach den USA der 2. Größte Waffenexporteur. Was denken Sie denn, was mit diesen Waffen getan wird? Damit werden Menschen getötet.  Ganz einfach.

Natürlich kann ich verstehen, dass es im allgemeinen Interesse ist, dass diese Sache nicht zur allgemeinen Meinung mutiert. Mit der Lüge des friedlichen Deutschlands lebt es sich leichter und wir werden durch Politik und Medien manipuliert. Das Volk muss ruhig gestellt werden. Was glauben Sie denn, was los wäre, wenn diese Sache publik wird?

Verstehen Sie jetzt warum Köhler zurückgetreten ist? Er wollte klare Verhältnisse schaffen und ist gescheitert. Er wollte den Leuten erklären, dass unser Wohlstand nun mal auf Leichen aufgebaut ist. In Afghanistan sterben Menschen, damit der Herr Müller seinen Job behält. So einfach ist das. Und was glauben Sie denn, was dem Herrn Müller wichtiger ist? Sein Job oder ein paar tote Menschen in Afghanistan?

Es ist eine zynische Frage, ich weiß, aber in solchen Verhältnissen leben wir nun mal. Und das sollten wir langsam akzeptieren.


Wie es wirklich war: Odysseus und die trojanische Holzfrau

24. Mai 2010

Ich glaube ihr kennt alle die Geschichte von dem trojanischen Holzpferd, welches die Griechen in der Antike nutzten, um die Stadt Troja einzunehmen.

Nur leider sind einige, wichtige Details über diese heldenhafte Geschichte, geradezu auf merkwürdige Weise, verschwunden oder besser gesagt: Man hatte sie nie erzählt, weil es so verdammt peinlich war.

In meiner Aufgabe als Einhörnchenpsychologe höre ich hier und da, wie es wirklich gewesen ist. Denn Einhörnchen sind die einzigen Lebewesen auf unserer Erde, die unsterblich sind und quasi seit dem Urknall existieren und wirklich jeden Mist in der Geschichte der Menschheit erlebt haben.  Ja sogar gewisse Dinge in der Geschichte der Menschheit positiv beeinflusst haben.

So auch Edgar, mein Einhörnchenpatient mit Drogenproblemen. Er war es, der Odysseus damals die Idee mit dem Holzpferd gab.

Er sagte zu ihm: „Hey Odysseus du Holzkopf! Ihr versucht jetzt schon seit Monaten diese Stadt einzunehmen, dabei wisst ihr genau, dass das unmöglich ist.“

„Hast du etwa ne bessere Idee, Einhörnchenzwerg?“, fragte Odysseus und zeigte mit seinem riesigen Finger auf den kleinen Edgar.

„Ja! Ihr müsst es mit einer List versuchen. Baut ein riesiges Holzpferd und dann setzt ihr 40 eurer stärksten Männer in den Bauch des Pferdes…“, erklärte Edgar.

„Jaaa genau! Und dann schieben wir das Pferd so oft gegen die Mauer bis diese einstürzt. Klasse Idee Einhörnchen.“, unterbrach ihn Odysseus. Edgar schlug sich die kleine Pfote an die Stirn. „Wie doof kann man eigentlich sein?“, fragte er sich. Odysseus Körper war so sehr mit Muskeln und Testosteron vollgepumpt. Da war nicht mehr allzu viel Platz für funktionierende Hirnzellen.

„Nein, du gehirnamputierte Chimäre aus Huhn und Olivenbaum! Das Pferd ist als Geschenk an die Trojaner gedacht. Und dann wenn sie das Pferd in ihre Stadt aufnehmen, wartet ihr bis es dunkel ist und dann klettert ihr aus dem Hintern des Pferdes heraus.“, erklärte das Einhörnchen. Odysseus rannte schnell zu seinen Männern, stolperte über einen Stein und fiel hin. Dann stand er wieder auf, wischte sich den Dreck von der Hose und lief freudig erregt weiter, ohne aus seinem Fehler zu lernen.

Drei Tage später stellte Odysseus sein Meisterwerk der genialen Enttäuschungskunst dem kleinen Einhörnchen vor.

„Es gab eine kleine Planänderung.“, sagte Odysseus feierlich.

„Ich sehe es!“, sagte Edgar grimmig. Er streckte den Kopf nach oben und bewunderte eine 10 Meter hohe Frau aus Holz deren Füße Inlineskates trugen.

„Ja wir dachten uns…warum überhaupt ein Pferd, wenn es nicht auch so eine hübsche Frau sein kann? Das ist doch eher was fürs Auge…Wir sind halt alles Männer weißte?“, erklärte Odysseus stammelnd.

„Und wo wollt ihr die 40 Männer in dieser schlanken Frau unterbringen.“, fragte Edgar eine durchaus berechtigte Frage.

„Komm mit, ich zeige es dir!“, sagte Odysseus und lehnte eine Leiter an den Hintern der Holzfrau und stieg durch die Vagina in das Innere. In den riesigen Holzbrüsten der trojanischen Frau angekommen, erklärte Odysseus: „Hier haben unsere Männer genug Platz und eine tolle Aussicht.“  Odysseus klappte eine runde Luke auf, die von außen teuflisch genial als Nippel getarnt war.

„Das ist doch nicht dein ernst?“, fragte Edgar ohne eine Miene zu verziehen.

„Ich wusste doch, dass es Dir gefällt! Komm los! Wir testen das Ding gleich mal aus!“, sagte Odysseus. Er schickte 40 seiner besten Männer in die Riesenbrüste und lies die Frau von einem einsamen Esel ziehen. Am Anfang funktionierte die Sache noch ganz gut, doch dann fuhr man auf einen etwas größeren Stein, die in der damaligen Zeit dauernd im Weg herumlungerten und die Holzfrau viel der Nase nach auf ihre grinsende Holzfresse. Die Brustbesatzung jaulte und wand sich auf dem Boden vor lauter Schmerzen und die Holzfrau war nun Geschichte.

„Ich glaube, wir probieren doch lieber deine Pferdeidee.“, sagte Odysseus zu seinem Einhörnchenkumpel Edgar und zog traurig von dannen.

Es war einer der peinlichsten Momente der Geschichte und Odysseus bat seine Männer, dass diese Schmach niemand erfahren darf. An Edgar hatte er damals nicht gedacht. Eine sehr dumme Entscheidung, wie wir jetzt wissen.


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